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Dorum
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Dorum ist eine Ortschaft in der Gemeinde Wurster Nordseekßste im niedersächsischen Landkreis Cuxhaven. Dorum trug frßher die Bezeichnung Nordseebad.cite-ref-land-2-0[2]
Contents
⢠Geografie
⢠Lage
⢠Nachbarorte
⢠Geschichte
⢠NS-Zeit
⢠Nachkriegszeit
⢠Eingemeindungen
⢠Politik
⢠Ortsrat
⢠Wappen
⢠Deichmuseum
⢠Bauwerke
⢠Denkmäler
⢠Naturdenkmale
⢠Unternehmen
⢠Tourismus
⢠Verkehr
⢠Literatur
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
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Geografie
Lage
Neben dem Hauptort Dorum existiert in sechs Kilometer Entfernung Dorum Altendeich und in sieben Kilometer Entfernung Dorum-Neufeld. Letztgenannter Ortsteil von Dorum liegt direkt an der NordseekĂźste und hat einen Sielhafen. Im Lande Wursten stellt Dorum die Mitte dar und liegt zwischen der Geest und dem Nordseedeich.
Cuxhaven liegt 20 Kilometer nĂśrdlich und Bremerhaven 20 Kilometer sĂźdlich von Dorum.cite-ref-kellner-iii-3-0[3]
Nachbarorte
Geschichte
Mittelalter und FrĂźhe Neuzeit
Es wurden erste besiedelte Warften errichtet, die dann bis ins Mittelalter zusammenwuchsen, so dass die zwei Dorfwurten Dorum und Alsum entstanden sowie die Siedlungs- und Hofwurten Altendeich, Blickhausen, Dorumer Tief, Feldsating, Helmenburg, Heuhausen, Knakenburg, Krähenburg, Marren, Neufeld, Oberhausen, Strich, Sßderwarden, Themeln und Valge.
Im 11. Jahrhundert wurde der erste durchgehende Winterdeich mit dem Namen Niederstrich errichtet. Von 1238 an zählte Dorum zur alten freien Wurster Bauernrepublik, die von 16 Ratgebern beherrscht wurde. Bei Streitfragen wurde das Dorumer Landgericht angerufen.
Die ältesten Bauteile der auf dem Marktplatz befindlichen St.-Urbanus-Kirche reichen auf das 13. Jahrhundert zurĂźck. 1312 wurde Dorum erstmals urkundlich als âDornemâ erwähnt. Der Bremer Erzbischof Christoph von Braunschweig-WolfenbĂźttel besiegte 1517 die Wurster am Wremer Tief und 1524 auf dem Mulsumer Friedhof, sodass fortan auch Dorums Bestandteil der freien Wurster Bauernrepublik unterging und dem Erzbistum Bremen unterstellt wurde. 1534 ist Dorum evangelisch geworden. Seit dem 17. Jahrhundert trägt Dorum den heutigen Namen. Der Bremer Erzbischof Johann Friedrich von Schleswig-Holstein-Gottorf gestattet 1601, dass im Ort eine Lateinschule gegrĂźndet wird. 1619 wurde der Bau des damals 3,60 Meter hohen Seedeichs abgeschlossen, der jedoch in den Folgejahren immer von Sturmfluten beschädigt wurde.cite-ref-kellner-iii-3-1[3]
Die Schweden herrschten eine Zeit Ăźber Dorum, wovon auch heute noch Schwedentafeln in der St.-Urbanus-Kirche zeugen. Sie stationierten ihre Steuereintreiber im Ort. Nachdem Dorum bis 1715 unter schwedischer Herrschaft stand, wurde es 1717 Teil vom KurfĂźrstentum Braunschweig-LĂźneburg.cite-ref-kellner-iii-3-2[3] Am 16. Juli 1757 zerstĂśrte ein GroĂfeuer innerhalb von zwei Stunden nahezu den gesamten Ort. Es brannten etwa 200 Häuser nieder. Dies Ăźberstanden unbeschadet nur neun Häuser, das Armenhaus und die Kirche ohne Turmspitze.cite-ref-kellner-iii-3-3[3] Unter den damaligen FlĂźchtlingen war auch der spätere bekannte Lilienthaler Pastor Johann Wilhelm HĂśnert.
19., 20. und 21. Jahrhundert
1805 wurde Dorum von den Franzosen besetzt gehalten. Der KĂśnig von Westfalen JĂŠrĂ´me Bonaparte stattet in dieser Zeit dem Ort einen Besuch ab. In der Zeit der franzĂśsischen Besetzung leistete der Dorumer Rektor Johann Georg Repsold Widerstand. Mit dem Wiener Kongress wurde Dorum ab 1815 Teil des KĂśnigreichs Hannover. 1852 wurde das Amtsgericht Dorum gebildet. 1854 wurde aus der einstigen Lateinschule eine eigenständige Rektorenschule. Ab 1866 gehĂśrte Dorum zu PreuĂen.cite-ref-kellner-iii-3-4[3]
Dorum erhielt 1921 Strom und 1936 mit dem Bau einer 6,5 Kilometer langen Wasserleitung eine Wasserversorgung. Bis Mitte des 20. Jahrhunderts war das Ortswesen ländlich durch eine Vielzahl an BauernhÜfen und Dorfläden gekennzeichnet. Daran hat sich in der Weimarer Republik und im Dritten Reich wenig geändert.
NS-Zeit
Dorum gehĂśrte ab 1932 zum Landkreis WesermĂźnde, vorher gehĂśrte es zum Kreis Lehe. Das Amt Dorum liegt auf dem Gebiet der am 1. Januar 2015 gegrĂźndeten Einheitsgemeinde Wurster NordseekĂźste. Die Verwaltung der neuen Gemeinde befindet sich teils in Dorum, teils in Nordholz. Nach der Machtergreifung Hitlers am 30. Januar 1933 fand in Dorum am Sonnabendabend (3. Februar 1933) im âLandeshausâ eine gut besuchte Kundgebung der Hitlerjugend statt. Der HitlerjugendfĂźhrer DĂśscher (Cuxhaven) erläuterte den Gedanken der Hitlerjugend. Am Sonntagmorgen marschierte ein Teil der Bremerhavener SA, der Cuxhavener SS, der Wurster SA und der HJ Cuxhaven nach voraufgegangenem Kirchgang durch den Ort. Bei der Kreistagswahl am 12. März 1933 im Landkreis WesermĂźnde erzielte die NSDAP in Dorum mit 34,2 % der Stimmen die Stimmenmehrheit, weitabgeschlagen folgte die SPD auf dem zweiten Platz mit 26,8 %. Ebenso bei der Provinzallandtagswahl 1933. Die lokale SPD stand in ihrer Auseinandersetzung mit der NSDAP, die sie auf dem politischen und propagandistischen Sektor gefĂźhrt hatte, allein. Die KPD war nicht wie die SPD bereit, die parlamentarische Republik zu verteidigen, und die bĂźrgerlichen Parteien dachten schlieĂlich nur an die 'ordnungsgemäĂe' WeiterfĂźhrung der Verwaltung.cite-ref-5[5]
Nach der Machtergreifung wurde auch bei der Dorumer Feuerwehr das Fßhrerprinzip eingefßhrt. Das gesamte Feuerwehrwesen wurde dem Chef der Deutschen Polizei unterstellt. Während der Kriegsjahre versahen Frauen und ältere Schßler den FeuerlÜschdienst.cite-ref-6[6] Während des Krieges hatte die NSDAP im Kreis Wesermßnde nicht nur die politische Arbeit im engeren Sinne ßbernommen, sondern auch die Organisation des Luftschutzes. Beauftragter der Partei war Kreishauptstellenleiter Hortung. 1944 kam noch die Organisation des Volkssturms dazu.cite-ref-7[7]
Auch in Dorum wurden im Zweiten Weltkrieg Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter oft unter unmenschlichen Bedingungen eingesetzt, meist in der Landwirtschaft oder im StraĂen- und Deichbau. So verstarb zum Beispiel Jan Schaposchnikow aus Dorum nach 11 Wochen im Zwangsarbeitslager am 8. Oktober 1944 an âHerzschwächeâ, andere an âLebensmĂźdigkeitâ usw.cite-ref-8[8] Im Zweiten Weltkrieg gingen auf Dorum Bomben und Tieffliegerangriffe nieder, die jedoch den Ort nicht zerstĂśrten.
Nachkriegszeit
Das Ortsbild hat sich nach dem Zweiten Weltkrieg durch die Ausweisung von Baugebieten mit dem Vorhandensein junger Familien und einem gßnstigen Preisniveau fßr Bauland wesentlich verändert. Jetzt ßberwiegt der Bestand von Einfamilienhäusern und Einzelhandelsketten. Bei der Ortsentwicklung wurden teilweise vorhandene historische Gebäude durch Neubauten ersetzt. Am Standort des Franzosenhauses wurde der Parkplatz der Kreissparkasse geschaffen und auf dem Gelände des frßher existierenden Ringsche Hof wurde ein Einkaufszentrum errichtet.cite-ref-kellner-iii-3-5[3]
Am 1. Januar 2011 verlor Dorum den Status Nordseebad.cite-ref-land-2-1[2]
Herkunft des Ortsnamens
Erstmals wurde der Name âDorumâ 1312 urkundlich erwähnt. Bevor der Ortsname endgĂźltig zu âDorumâ geworden ist, hieĂ der Ort âDornemâ oder auch âThornumâ. âDornâ-âhemâ gehĂśrt zu friesisch (und niederdeutsch) âthorn, dornâ und bedeutet wahrscheinlich âDornenâ-âSiedlungâ.cite-ref-ortsnamenforscher-9-0[9] Andere Formen waren âDornumâ, âDhornemâ und âDorumbâ und hat den heutigen Namen Dorum im 17. Jahrhundert erhalten.cite-ref-kellner-iii-3-6[3]
Eingemeindungen
Im Zuge der Gebietsreform in Niedersachsen, die am 1. März 1974 stattfand, schlossen sich die Gemeinden Dorum, Mulsum, Midlum, Padingbßttel, Cappel, Misselwarden und Wremen zur Samtgemeinde Land Wursten zusammen.cite-ref-kellner-ii-10-0[10]
Einwohnerentwicklung
š jeweils zum 31. Dezember
Politik
Ortsratswahl 2021
Wahlbeteiligung:
56,02 %
%
50
40
30
20
10
0
43,7 %
32,5 %
12,7 %
6,4 %
4,7 %
CDU
SPD
GrĂźne
WLBF
AfD
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
Wählerinitiative Wurster Liste/Bßrgerfraktion
Ortsrat
Der Ortsrat von Dorum setzt sich aus fßnf Mitgliedern zusammen. Die Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl fßr jeweils fßnf Jahre gewählt. Die aktuelle Amtszeit begann am 1. November 2021 und endet am 31. Oktober 2026.
Aus den Ergebnissen der vergangenen Ortsratswahlen ergaben sich folgende Sitzverteilungen:
OrtsbĂźrgermeister
Die OrtsbĂźrgermeisterin von Dorum ist Hanna Bohne (CDU). Ihr Stellvertreter ist Wilfried Grotheer (SPD).cite-ref-rat-20-1[20]
Wappen
Der Entwurf des Kommunalwappens von Dorum stammt von dem Heraldiker und Wappenmaler Gustav VĂślker, der zahlreiche Wappen im Landkreis Cuxhaven erschaffen hat.cite-ref-wappen-21-0[21]
Kultur und SehenswĂźrdigkeiten
Deichmuseum
Das Deichmuseum Land Wursten veranschaulicht die Auseinandersetzung des Menschen mit dem Meer, die seit jeher im Mittelpunkt des Lebens der norddeutschen Kßstenbewohner steht. In diesem Museum wurde erstmals die Entwicklung des Kßstenschutzes von der Steinzeit bis in die Gegenwart dargestellt.cite-ref-bernd-schmitz-22-0[22] Das ehemalige Deichmuseum Dorum hieà später Niedersächsisches Deichmuseum, bis es seinen heutigen Namen bekam. Das Deichmuseum Land Wursten ist von Mai bis Oktober fßr Besucher geÜffnet.cite-ref-deichmuseum-23-0[23]
Bauwerke
Siehe auch
:
Liste der Baudenkmale in Wurster NordseekĂźste â Dorum
Kirche
Die St.-Urbanus-Kirche gehĂśrt mit den Gotteshäusern in Wremen und Imsum zu den Hauptkirchen des Landes Wursten. Erbaut wurde sie um 1200. In der GrĂśĂe und Ausstattung der Kirche spiegelt sich der damalige Wohlstand der Wurster Schiffer und Bauern wider. Neben dem Taufstein aus dem 12. Jahrhundert zählt das romanische Kruzifix aus dem 13. Jahrhundert zum ältesten Kircheninventar im Lande. Ein weiteres Kruzifix ist aus dem 15. Jahrhundert. Bekannt ist vor allem der Sakramentsbaum, der einer Sage nach bei einem Schiffbruch an die KĂźste gespĂźlt wurde.cite-ref-hake-24-0[24]
Weitere Bauwerke
⢠Altenheim Alsumer StraĂe 52 (grodes Huus) von 1856 der Allersstiftung, heute Wohnhaus
⢠Hofanlage Dorumer Niederstrich 16 von 1868
⢠Wohn- und Wirtschaftsgebäude Dorumer Altendeich 14 von um 1880
⢠Superintendentur Dorum Eichenhamm 14 von 1912
⢠Amtsgerichtsgebäude Dorum von um 1890, heute Rathaus
Hafen in Dorum-Neufeld
Dorum besitzt einen kleinen Hafen, den Sielhafen Dorum-Neufeld. Hier landen Krabbenkutter täglich ihren Fang fßr die Krabbenfischerei an. Neben dem Hafenbecken befindet sich ein Plateau mit Gastronomiebetrieben. Auf dem Deich hinter dem Hafen steht ein Denkmal zum Gedenken an die Opfer der Sturmfluten an der Nordseekßste.
Leuchtturm
Unmittelbar vor der Dorumer KĂźste, in Sichtweite des Hafens, steht der Leuchtturm Obereversand, der 2003 mittels eines Schwimmpontons nach Dorum verbracht wurde, nachdem seine Unterhaltung am ursprĂźnglichen Standort Obereversand nicht mehr sinnvoll war. Ăber eine SeebrĂźcke gelangt man Ăźber einen Treppenturm auf den historischen Leuchtturm.
Denkmäler
⢠Das Deichbauer-Denkmal in Dorum-Neufeld von Leo Wirth erinnert Einheimische, Zugezogene und Touristen an die historischen Epochen des Deichbaues und die existentielle Bedeutung des Deiches fĂźr die Marschen. Initiator war der frĂźhere Oberkreisdirektor des Landkreises Cuxhaven, JĂźrgen H. Th. PrieĂ, der die Errichtung mit dem Preisgeld des ihm verliehenen Hermann-Allmers-Preises fĂśrderte. Es trägt auf den vier Seiten des Sockels Inschriften.cite-ref-deichbauer-25-0[25]
⢠Ein Kriegerdenkmal fĂźr die Gefallenen des Deutsch-FranzĂśsischen Krieges steht an der StraĂe vor dem Eingang zur St.-Urbanus-Kirche und Friedhof in Dorumcite-ref-grabsteine-i-26-0[26]cite-ref-denkmalprojekt-i-27-0[27]
⢠Auf dem Kirchhof befindet sich ein zweites Kriegerdenkmal fßr die Gefallenen und Vermissten aus dem Ersten Weltkriegcite-ref-grabsteine-ii-28-0[28]cite-ref-denkmalprojekt-ii-29-0[29]
⢠Ein drittes Kriegerdenkmal fĂźr die Opfer beider Weltkriege (ohne Namen) befindet sich am Zugang zum Kirchhof (von der SpeckenstraĂe aus)cite-ref-denkmalprojekt-ii-29-1[29]
⢠Im Kircheninneren befinden sich zwei hÜlzerne Gedenktafeln fßr die Gefallenen und Vermissten aus dem Zweiten Weltkriegcite-ref-denkmalprojekt-ii-29-2[29]
Naturdenkmale
Siehe auch
:
Liste der Naturdenkmale im Landkreis Cuxhaven â Wurster NordseekĂźste
⢠Eibenpaar (Verordnungsdatum 2. Oktober 1995)
Vereine und Verbände
⢠Arbeitsgemeinschaft aller Dorumer Vereine
⢠Budo Akademie Dorum
⢠Bßrgerverein Dorumer Amtsgarten
⢠Chorgemeinschaft Dorum von 1881
⢠DLRG-Ortsgruppe Dorum
⢠Dorumer Frßhling
⢠Dorumer Yacht-Club
⢠DRK-Ortsverein Dorum
⢠Fischereiverein Dorumer Tief
⢠FÜrderverein der Freiwilligen Feuerwehr Dorum
⢠FÜrderverein der Grundschule Dorum
⢠FÜrderverein der Oberschule Dorum
⢠FÜrderverein Leutturmdenkmal Obereversand
⢠Jagdgenossenschaft Dorum
⢠Reichsbund Dorum
⢠Schßtzenverein Dorum von 1926
⢠Shanty-Chor Dorum
⢠Sommerdeichverband Dorum/Cappel-Neufeld
⢠TuS Dorum
Wirtschaft und Infrastruktur
Unternehmen
Neben touristischen Unternehmen wie der Cuxland Ferienparks GmbH gibt es Handwerks- und Einzelhandelsbetriebe.
Tourismus
Dorum ist Schwerpunktort des Tourismus in der Gemeinde Wurster NordseekĂźste. Der Ort bietet vielfältige Erholungs- und Kureinrichtungen, insbesondere am Hafen in Dorum-Neufeld. Jährlich sind Ăźber 650.000 Ăbernachtungen zu verzeichnen. Der Ort verfĂźgt hinter dem Deich Ăźber mehrere Campingplätze. Das Meer vor Dorum gehĂśrt zum Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer.
Im Ortsteil Dorum-Neufeld gibt es zahlreiche UnterkĂźnfte direkt am Meer, einen Badestrand, den Kutterhafen, das Wellness- und Kurmittelhaus âCuxland DeichschlĂśsschenâ mit einem beheizten Schwefelsole-Wellenfreibad und Wellnessbad, die Kurverwaltung mit Kinderspielhaus, den Leuchtturm und weitere touristische Einrichtungen.
Verkehr
Durch Dorum fĂźhrt die LandstraĂe von Midlum nach Bremerhaven. Dorum liegt etwa sechs Kilometer von der Bundesautobahn A 27 entfernt. Man gelangt Ăźber die Anschlussstelle Neuenwalde nach Dorum.
Der Bahnhof Dorum (WesermĂźnde) an der Bahnstrecke BremerhavenâCuxhaven wird regelmäĂig im Personenverkehr bedient.
Durch den Ort fahren viele Regionalbuslinien, die hauptsächlich auf den SchĂźler- sowie auf den Berufsverkehr ausgerichtet sind. Das Anruf-Sammeltaxi (AST) bietet eine Ergänzung im ĂPNV-Angebot, da es an allen Tagen der Woche (auch Schulferien) geordert werden kann.
PersĂśnlichkeiten
SĂśhne und TĂśchter des Ortes
⢠Wilhelm Jantzen (1800â1880), Hamburger Kaufmann und Abgeordneter
⢠Justus Alexander Saxer (1801â1875), Theologe und Generalsuperintendent der GeneraldiĂśzese Bremen-Verden
⢠Wilhelm von Borries (1802â1883), fĂźhrender Politiker des KĂśnigreichs Hannover und Mitglied des westfälisch-niedersächsischen Adelsgeschlechts Borries
⢠Johann Finckh (1807â1867), adliges Familienmitglied derer von Finckh, Präsident des Obergerichts sowie Landtagspräsident des GroĂherzogtums Oldenburg
⢠Sophus Ruge (1831â1903), Geograph
⢠Eibe Hinrich Behlers (* 2. März 1835; â 16. März 1896), Deichgeschworener, er setzte sich fĂźr die Entwässerung des Marschenlandes ein und bekämpfte somit das âKalte Fieberâ (= malariaähnliche Krankheit, auch Sumpf- und Marschenfieber genannt), an dem damals viele Bauern litten, die Dorumer BehlersstraĂe wurde nach ihm benannt und im Eingangsbereich des Amtsgartens erinnert ein Gedenkstein an seine Verdienste, er wurde im Dorumer Ortsteil Oberhausen geborencite-ref-fieber-30-0[30]
⢠Carl Fiedler (1864â1955), Entomologe und Mediziner
⢠Heinrich Siebern (1872â1938), Landesbauinspektor, Regierungsbaumeister, Provinzialkonservator, Hochschullehrer fĂźr Denkmalpflege, Autor und Flurnamen-Sammler
⢠Hans Windels (1882â1949), Landrat
⢠Paul Windels (1883â1970), Verwaltungsjurist und Landrat
⢠Karl Olfers (1888â1968), Politiker (SPD)
⢠Johann Frers (1895â1952), Chemiker
⢠Heinrich Sievers (1908â1999), Musikwissenschaftler, Musikkritiker, Hochschullehrer und Dirigent
⢠Rudi Steinkamp (* 1938), Basketballfunktionär und ehemaliger -schiedsrichter
⢠Wolfgang von Geldern (* 1944), Politiker (CDU), Bundestagsabgeordneter, Parlamentarischer Staatssekretär, Vorsitzender der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW)
Personen, die mit dem Ort in Verbindung stehen
⢠Magister Jordanus (â vermutlich 1309), Kleriker und GrĂźnder der Bibliothek der Andreaskirche in Braunschweig, er war Pfarrer und Dekan von Dorum
⢠Tjede Peckes (um 1500â1517), wurtfriesische Fahnenjungfer (auch als Jeanne dâArc des Nordens bezeichnet), von ihr steht eine etwa lebensgroĂe Statue im Niedersächsischen Deichmuseum Dorum
⢠Antonius Wilde (vor 1575âum 1618), Orgelbauer in Otterndorf, er reparierte 1606 die Orgel der Ăśrtlichen St.-Urbanus-Kirche (nicht erhalten)
⢠Johann Matthias Schreiber (1716â1771), Orgelbauer in GlĂźckstadt, er schuf von 1765 bis 1770 den Orgelneubau der Ăśrtlichen St.-Urbanus-Kirche (Prospekt erhalten)
⢠Johann Wilhelm HĂśnert (1723â1790), Pastor und Kirchenhistoriker, er war Schulrektor in Dorum
⢠Gregorius Struve (â vor 1737), Meistergeselle von Arp Schnitger und namhafter Orgelbauer im Raum Oldenburg und Bremen, er reparierte 1728 die Orgel der Ăśrtlichen St.-Urbanus-Kirche (nicht erhalten)
⢠Georg Alexander Ruperti (1758â1839), lutherischer Theologe, Pastor in Dorum
⢠Hermann von Alvensleben (1809â1887), preuĂischer Generalleutnant und Besitzer des Rittergutes Schochwitz, im Deutsch-FranzĂśsischen Krieg kommandierte man ihn nach Bremen zur Organisation der Bewachung der KĂźste von Dorum bis Emden
⢠Karl August Ludwig Mercker (1862â1942), evangelischer Theologe, Superintendent in Dorum
⢠Heinrich Spanuth (1873â1958), Religionspädagoge und Historiker, war Rektor in Dorum
⢠Hans Philipp Meyer (1919â1995), evangelisch-lutherischer Theologe und geistlicher Vizepräsident des Landeskirchenamtes Hannover in Hannover, Superintendent in Dorum
⢠Hans Aust (1926â1984), Lehrer und prähistorischer Archäologe, seit 1966 war er als Kreisarchäologe des Landkreises Cuxhaven tätig, Volksschullehrer in Dorum
⢠Heinrich Egon Hansen (1930â1996), Lehrer und Schulrat, bekannt wurde er als Laienschauspieler und FĂśrderer von Heimatpflege und Regionalgeschichte zwischen Weser und Elbe, Mittelschullehrer in Dorum
⢠Diedrich Smidt (1931â2018), Veterinärmediziner und Agrarwissenschaftler, praktizierender Tierarzt in Dorum
⢠Traute Brßggebors, verheiratete Dittmann (* 1942), Lehrerin und Autorin, die ßberwiegend in niederdeutscher Sprache verÜffentlicht, sie besuchte von 1953 bis 1954 die Realschule in Dorum
⢠Volker Mßller (* 1959), Mikrobiologe und Biochemiker, Hochschullehrer, aufgewachsen in Dorum
⢠Thorsten Schriever (* 1976), Verwaltungsfachangestellter, FuĂballschiedsrichter (DFB-Karriere 2000â2016), lebt in Dorum
Sagen und Legenden
âVor langer Zeit soll an der Stelle des Wehls (Wasserloch) zwischen Dorum und Dorum-Neufeld ein Bauer namens Pecke mit seiner Frau Sille gewohnt haben. Das Paar war sehr reich, aber auch geizig und hartherzig. Gern schnappten sie den anderen Bauern das Standgut vor der Nase weg. Eines Nachts fanden sie einen dicken Aal mit einer goldenen Krone auf dem Kopf und einer silbernen Spange am Schwanz. âDaar is de AalkĂśnigâ, rief Sille. Trotzdem wollte sie den fetten Aal unbedingt als Sonntagsbraten verzehren. Nicht einmal das Versprechen, dass sie Krone und Spange behalten dĂźrften, rettete dem AalkĂśnig das Leben. Als der Kopf des Aales abgeschnitten wurde, ging ein unbändiger Sturm los. Der Deich brach und Haus sowie Hof samt Eheleuten versanken in einem tiefen Loch, das später der âSchwarze Wehlâ genannt wurde. Heute ist der âSchwarze Wehlâ als Angelteich beliebt und ein kleines Naturparadies.âcite-ref-aal-33-0[33]
Literatur
⢠Fritz HĂśrmann, Ude Meyer, Christian Morisse, Eberhard Nehring, Irmgard Seghorn, Egon Stuve, Else Syassen: Flurnamensammlung WesermĂźnde â Die Flurnamen des Grundsteuerkatasters von 1876. Hrsg.: Kulturstiftung der Kreissparkasse WesermĂźnde (= Neue Reihe der SonderverĂśffentlichungen der Männer vom Morgenstern, Heimatbund an Elb- und WesermĂźndung e. V. Band 27). Männer vom Morgenstern Verlag, Bremerhaven 1995, ISBN 3-931771-27-X, S. 6 ([Digitalisat (Memento vom 26. Oktober 2007 im Internet Archive) ] [PDF; 431 kB]).
⢠Friedhelm Bartels, Birgit Deppe, Renate GrĂźtzner, Wolfgang KĂśthe, Wilfried Kuhl: Land Wursten und Nordholz â gestern & heute â Wurster NordseekĂźste. Kellner Verlag, Bremen 2017, ISBN 978-3-95651-128-8.
Weblinks
Commons
: Dorum
â Sammlung von Bildern
Wikivoyage: Wurster NordseekĂźste
â ReisefĂźhrer
⢠Webauftritt der Gemeinde Wurster NordseekĂźste â Ortschaft Dorum
⢠Touristeninformation zu Dorum
Einzelnachweise
cite-note-kellner-11. Friedhelm Bartels, Birgit Deppe, Renate GrĂźtzner, Wolfgang KĂśthe, Wilfried Kuhl: Land Wursten und Nordholz â gestern & heute â Wurster NordseekĂźste. Kellner Verlag, Bremen 2017, ISBN 978-3-95651-128-8, S. 224.
cite-note-land-22. â Kleine Anfrage: âWelchen Stellenwert haben Prädikate wie âstaatlich anerkannter Luftkurortâ speziell fĂźr den Heidetourismus und die Tourismuswirtschaft in Niedersachsenâ? (PDF; 106 kB) In: Niedersächsischer Landtag â 16. Wahlperiode Drucksache 16/3359. 17. Januar 2011, abgerufen am 16. August 2021.
cite-note-kellner-iii-33. â Friedhelm Bartels, Birgit Deppe, Renate GrĂźtzner, Wolfgang KĂśthe, Wilfried Kuhl: Land Wursten und Nordholz â gestern & heute â Wurster NordseekĂźste. Kellner Verlag, Bremen 2017, ISBN 978-3-95651-128-8, S. 10â23.
cite-note-karte-44. â Ăbersichtskarte Landkreis Cuxhaven. In: cuxland-gis.landkreis-cuxhaven.de. November 2016, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂźgbar) am 11. Dezember 2019; abgerufen am 16. August 2021.
cite-note-55. â Die "Machtergreifung" der Nationalsozialisten in Lunestedt (damals Westerbeverstedt und Freschluneberg) und der Unterweser-Region; aufgerufen: 14. April 2024
cite-note-66. â 05.09.2022 â 140 Jahre Feuerwehr Dorum. Abgerufen am 14. April 2024.
cite-note-77. â Herbert Schwarzwälder: âDas Ende an der Unterweser: Brmerhaven (WesermĂźnde) und Umgebung am Kriegsende, 1945â. Hrsg.: Burchard Scheper, Stadtarchiv Bremerhaven, Band 1, 177 S.; hier S. 41
cite-note-88. â Hans-JĂźrgen Kahle: "Verschleppt nach Cuxhaven: eine Dokumentation Ăźber das Schicksal der ausländischen Arbeiter und Kriegsgefangenen in Cuxhaven, im Kreis Land Hadeln und dem Landkreis WesermĂźnde während der Zeit des Nationalsozialismus." Wilhelm-Heidsiek-Verlag, 1995, 165 Seiten; hier: S. 96
cite-note-ortsnamenforscher-99. â JĂźrgen Udolph (Recherche): Der âOrtsnamenforscherâ. In: Webseite NDR 1 Niedersachsen. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂźgbar) am 26. Januar 2016; abgerufen am 10. Juli 2018.
cite-note-kellner-ii-1010. â Friedhelm Bartels, Birgit Deppe, Renate GrĂźtzner, Wolfgang KĂśthe, Wilfried Kuhl: Land Wursten und Nordholz â gestern & heute â Wurster NordseekĂźste. Kellner Verlag, Bremen 2017, ISBN 978-3-95651-128-8, S. 35.
cite-note-neubildung-1111. â Gesetz Ăźber die Neubildung der Gemeinde Wurster NordseekĂźste, Landkreis Cuxhaven. In: Niedersächsische Staatskanzlei (Hrsg.): Niedersächsisches Gesetz- und Verordnungsblatt (Nds. GVBl.). Nr. 26/2012. Hannover 8. November 2012, S. 428, S. 2 (Digitalisat (Memento vom 10. Juli 2018 im Internet Archive) [PDF; 454 kB; abgerufen am 26. September 2018]).
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cite-note-grabsteine-i-2626. â Grabsteine â Kirchl. Friedhof Dorum (Wurster NordseekĂźste, Cuxhaven) â Kriegerdenkmal 1870â1871. In: grabsteine.genealogy.net. 2013, abgerufen am 16. August 2021.
cite-note-denkmalprojekt-i-2727. â Gefallenendenkmal â Dorum (1870â71), Landkreis Cuxhaven, Niedersachsen. In: Onlineprojekt Gefallenendenkmäler. 26. Dezember 2005, abgerufen am 16. August 2021.
cite-note-grabsteine-ii-2828. â Grabsteine â Kirchl. Friedhof Dorum (Wurster NordseekĂźste, Cuxhaven) â Kriegerdenkmal 1914â1918. In: grabsteine.genealogy.net. 2013, abgerufen am 16. August 2021.
cite-note-denkmalprojekt-ii-2929. â Gefallenendenkmal â Dorum (1914â1918, 1939â1945), Landkreis Cuxhaven, Niedersachsen. In: Onlineprojekt Gefallenendenkmäler. September 2010, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂźgbar) am 16. August 2021; abgerufen am 16. August 2021. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂźft. Bitte prĂźfe Original- und Archivlink gemäà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.denkmalprojekt.org
cite-note-fieber-3030. â Beate Ulich: Kampf gegen kaltes Fieber â Dorumer setzt sich im 19. Jahrhundert fĂźr die Entwässerung des Marschenlandes ein. In: Nordsee-Zeitung. Bremerhaven 18. Oktober 2019, S. 22, Wurster NordseekĂźste.
cite-note-aal-3333. â Heike Leuschner: Erste Hilfe fĂźr den AalkĂśnig. Malermeister und Geselle bewahren Sagengestalt vor den Toren Dorum-Neufelds vor dem Verfall. In: Nordsee-Zeitung. Bremerhaven 18. Juli 2020, S. 22, Landkreis Cuxhaven/Wurster NordseekĂźste.